Hochsensibilität - Neurosensitivität - Schema-Therapie - Schema-Coaching - Hana Hahne

Schema-Coaching

Schema-Therapie

Aus einer rationalen Sicht heraus ist es in manchen Situation kaum erklärlich, warum wir uns auf eine bestimmte Art und Weise verhalten. Eigentlich wissen wir, wie wir besser denken oder handeln sollten, sind aber nicht in der Lage, aus eingefahrenen Denk- oder Verhaltensmustern heraus zu kommen. Genauso unerklärlich scheint es manchmal, warum unsere emotionalen Reaktionen unangemessen stark ausfallen und es schwer fällt, diese zu regulieren. Die in uns geprägten Emotions-, Denk- und Verhaltensmuster (Schemata) laufen ähnlich einem Autopilot-Modus in uns ab.

Entstehen von Mustern

 
Ein Schema ist per Definition eine Verknüpfung von Nervenzellen im Gehirn, die durch (Beziehungs)-Erfahrungen mit Eltern oder anderen Bezugspersonen entsteht. Werden im Kindesalter notwendige Grundbedürfnisse nach Bindung und Zuwendung, nach Orientierung und Sicherheit, nach Eigenständigkeit und Selbstwertgewinn nicht ausreichend befriedigt, entstehen Gefühle wie Angst, Minderwertigkeit, Traurigkeit, Hilflosigkeit, Wut und viele andere. Um diese Gefühle nicht zu spüren, entwickelt ein Kind als Selbstschutz Bewältigungsmuster, wie Rückzug, Verdrängung, Anpassung oder Unterordnung, psychosomatische Symptome, Perfektionismus, Leistungsdenken. Diese Bewältigungsleistungen sind neuronal fest verankert und laufen unbewusst und automatisch ab.
 

Verändern von Mustern

 
Ziel des Schema-Coachings ist die Veränderung der (unbewusst) ablaufenden dysfunktionalen Denk- und Verhaltensmuster. Dazu werden die eigenen Schemata erkundet und ein Verstehen für diese Abläufe entwickelt. Auf der emotionalen Ebene geschieht eine heilende Wirkung durch die Anknüpfung an die Gefühle der Kindheit. Auf der rationalen Ebene wird erkundet, wie sich das erwachsene Ich von den kindlichen Annahmen, Überzeugungen und dysfunktionalen Bewältigungsreaktionen lösen darf und neue, erwachsene Sicht- und Verhaltensweisen einnehmen kann.  Es wird offensichtlich, dass uns in den meisten Situationen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung stehen, auf selbst förderliche Arten zu denken und zu handeln.
 

Verankern neuer Denk- und Verhaltensweisen

 
Wie bei allem, das wir neu lernen, ist es wichtig, durch regelmäßige Wiederholungen die neuen Denk- und Verhaltensweisen neuronal im Gehirn zu verankern, d.h. neue synaptische Verbindungen anzulegen. So wie wir als Kinder immer wieder ähnliche Erfahrungen mit unseren Eltern oder anderen Bezugspersonen gemacht und daraus Muster verankert haben, so können wir als Erwachsene unsere eigenen auf uns zugeschnittenen Denk- und Verhaltensweisen kreieren. Wir haben die Freiheit, uns jedes Mal aufs Neue zu entscheiden, wie wir handeln möchten. Und je häufiger wir dies tun, desto stabilere neuronale Verbindungen entstehen, die dann nach und nach die alten Muster ersetzen können. Selbstbestimmung und Lebendigkeit können sich entfalten.