Online Coaching Psychotherapie Hochsensibilität - hanahahne.de

Konzept

Hochsensibilität bzw. erhöhte Neurosensitivität ist ein angeborenes Persönlichkeitsmerkmal. Im Wesentlichen bedeutet es, mehr Reize aus der Umgebung und aus dem eigenen Inneren über das zentrale Nervensystem aufzunehmen und diese Reize komplexer im Gehirn zu verarbeiten. Laut Forschung soll dies ca. 20 bis 30% der Menschen betreffen. Viele wissen dies nicht und suchen nach Erklärungen für ihr Anders sein auf der psychischen Ebene.

 

Das Konzept der Hochsensibilität basiert auf der Forschung der Psychologin und Psychotherapeutin Dr. Elaine Aron in den 1990er Jahren. Aron beschrieb damals die "Highly Sensitive Person". Ergänzt und erweitert wurde das Konzept durch den Entwicklungspsychologen Prof. Dr. Michael Pluess, der in den 2010er Jahren den Begriff der Neurosensitivität einführte. Pluess legt den Fokus entgegen Aron verstärkt auf das Potenzial der erhöhten Neurosensitivität. Die positive Seite der Neurosensitivität wird als Vantage-Sensitivität bezeichnet und neben Pluess durch den Wirtschaftswissenschaftler Dr. Patrice Wyrsch erforscht und vermittelt.

Die Ebenen der erhöhten Neurosensitivität

Mein Arbeitskonzept beruht auf der Grundlage der 3 menschlichen Ebenen SENSORIK (Körper) - EMOTIONEN - GEIST. Aufgrund der intensiven und komplexen Wahrnehmung und Verarbeitung von Reizen generieren erhöht Sensitive ein Vielfaches an Informationen. Je nach individueller Veranlagung kann die Reizverarbeitung auf den 3 Ebenen unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

 

Die erhöhte neuronale Aktivität auf diesen 3 Ebenen bedeutet einerseits eine Neigung zu neuronaler Überreizung und erfordert ein bestimmtes Maß an SELBSTFÜRSORGE. Andererseits birgt sie vielfältiges POTENZIAL.

 

Notwendige

SELBSTFÜRSORGE

 

Ebenen der erhöhten

<=   NEUROSENSITIVITÄT   =>

 

Implizites

POTENZIAL

     

 Selbstwahrnehmung, Reiz- und Energiemanagement,

Schutz vor Überreizung, Schonung der Sinne

SENSORISCHE SENSITIVITÄT  z.B.: Detailwahrnehmung über die Sinne, Hell-Wahrnehmung, Ästhetik- und Harmoniegespür, Kreativität, Intuition

Abgrenzung gegenüber

fremden Emotionen,

Regulation eigener Emotionen, Erlernen von Selbstbehauptung

EMOTIONALE SENSITIVITÄT

z.B.: Empathie, Mitmenschlichkeit, Herzlichkeit, Sympathie, Vertrauenswürdigkeit, Begeisterungsfähigkeit
Lenkung der geistigen Aktivitäten, Ausgleich über körper-fokussierte Aktivitäten, Erlernen von geistiger Stille

GEISTIGE SENSITIVITÄT

z.B.: komplexes, vernetztes, innovatives, exploratives, vorausschauendes Denken, Lösungsorientierung

Selbstfürsorge bei erhöhter Neurosensitivität

Die erhöhte neuronale Aktivität bei hochsensiblen - erhöht neurosensitiven Menschen generiert eine vielfache Reizmenge, die verarbeitet werden muss. Schnellere Überreizung und ein frühes Stressempfinden sind häufig die Folge davon. Auch psychosomatische Symptome können eine Folge von Überreizung sein.

 

Es gibt eine Menge Strategien und Tools, um das feine Nervensystem mit entsprechender Selbstfürsorge zu unterstützen und es vor Überreizung zu schützen. Es kann darum gehen, sich Ihrer feinen Kanäle bewusst zu werden und passende Strategien zu erlernen, die Ihr Wohlbefinden und Ihre Gesundheit stärken.

Potenzial der erhöhten Neurosensitivität

Das hochsensible - erhöht neurosensitive Potenzial entspringt den komplexen Wahrnehmungs- und Verarbeitungsebenen. Das bewusst zu machen, sich mit den eigenen Begabungen und Werten zu verbinden, bringen die eigene Persönlichkeit und den eigenen Standort zum Vorschein.

 

Es kann darum gehen, das loszulassen, was nicht zu Ihrer ureigenen Essenz gehört, Ihr Dasein aus einer übergeordneten Perspektive zu betrachten, Ihre Bedürfnisse, Wünsche und Ziele zu konkretisieren und Stimmigkeit zwischen den Facetten Ihrer Persönlichkeit und Ihrer privaten und beruflichen Lebensgestaltung zu finden.

Neurosensitivität und Psychodynamik

Die Neurosensitivität ist die eine Seite der Medaille. Die andere Seite sind unsere frühen Prägungen. Ungünstige Umstände bzw. (Beziehungs-) Erfahrungen in der Kindheit können hinderliche oder gar selbst schädigende Emotions-, Denk- und Verhaltensmuster hinterlassen. Ähnlich einem Computerprogramm laufen solche Muster im Autopilot-Modus, weitest gehend unbewusst, in uns ab. Wir denken und handeln immer wieder auf ähnliche Weise.

 

Es kann darum gehen, Ihre unbewusst ablaufenden Muster bewusst zu machen, Ihre ganz eigene Haltung zu entwickeln, neue, hilfreiche Denk- und Verhaltensweisen einzuüben und diese in Ihrem privaten und beruflichen Alltag zu integrieren.

 

Die intensive Wahrnehmung erhöht sensitiver Menschen bezieht sich nicht nur auf das Hier und Jetzt, sondern auch auf bereits Erlebtes. Frühe Erfahrungen werden von vielen als sehr intensiv beschrieben und hinterlassen oftmals starke Spuren. 

 

Wenn es sinnvoll erscheint, kann es auch darum gehen, in diesem Rahmen belastende Erfahrungen anzuschauen, durchzufühlen, zu verarbeiten und loszulassen.