Hochsensibilität und Medienkonsum

Ich finde es wunderbar, was wir alles über die digitalen Medien erledigen, erleben, lernen können. Grenzenlose Zugänge zu ständig wachsenden Informationsquellen stehen uns zu jedem Zeitpunkt und fast an jedem zur Verfügung. Das ist die gute Seite der Nachricht.

 

Die schlechte Seite ist die, dass viele von uns verleitet sind, mehr zu konsumieren, als sie zu verdauen in der Lage sind. Ein Stück Torte ist lecker, auch das zweite Stück vielleicht, beim Dritten wird es für die meisten schon anstrengend, so dass sie gelernt haben, darauf lieber zu verzichten. Warum schaffen wir das nicht bei unserem Medienkonsum?

 

Hochsensible Menschen nehmen aufgrund ihrer neuronalen Beschaffenheit sowieso schon mehr Informationen aus der Umgebung auf. Die Neigung zu Überreizung ist genetisch gegeben. Insofern hat übermäßiger Medienkonsum einen doppelten Verstärker. Wir tun uns nichts Gutes damit, im Gegenteil, wir überstimulieren damit unser Nervensystem und haben dann Probleme, uns darauf zu konzentrieren, was wirklich wesentlich ist. Wir finden nicht so leicht in unsere Mitte zurück. Wir sind beeinflusst von unbewussten Inhalten, weil wir die Informationsflut gar nicht so schnell ins Bewusstsein bekommen können.

 

In den letzten Jahren haben viele Menschen angefangen, ihren Nahrungskonsum zu überprüfen und gesund zu verändern. Wann fangen wir an, das auch mit unserem Medienkonsum zu tun?